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Persönlichkeiten Maltas: Stadt, Sprache und Kunst

Jean de Valette ist mit der Gründung der Hauptstadt verbunden, Dun Karm Psaila mit der maltesischen Literatur, Caravaggio und Mattia Preti mit den Kunstwerken in St John’s Co-Cathedral.

Jean Parisot de la Valette Historisches Porträt des Großmeisters Jean Parisot de la Valette in dunkler Kleidung mit Ordenskreuz. Foto: Unbekannter Künstler / Kunsthistorisches Museum Wien, Public Domain (Wikimedia Commons)

Jean de Valette und der Bau der Hauptstadt

Jean Parisot de Valette gilt als Gründer Vallettas. Nach der Großen Belagerung von 1565 entstand auf der Halbinsel Sceberras eine neue befestigte Stadt, die zu seinen Ehren Valletta genannt wurde. Die Stadt diente dem Johanniterorden als politisches, militärisches und religiöses Hauptquartier. Der von Francesco Laparelli entworfene Grundriss ordnete Straßen und Plätze in einem regelmäßigen Raster innerhalb der bastionierten Mauern.

Dun Karm Psaila: Dichter zwischen zwei Sprachen

Dun Karm Psaila wurde 1871 in Żebbuġ geboren und wurde 1894 zum Priester geweiht. Neben seiner kirchlichen Tätigkeit unterrichtete er viele Jahre am Seminar. Seine ersten Gedichte schrieb er auf Italienisch; 1896 erschien ein früher Gedichtband. Später wandte er sich stärker dem Maltesischen zu. 1914 veröffentlichte er eine Gedichtsammlung in dieser Sprache. Dun Karm Psaila gilt als Nationaldichter des Landes. Sein Werk steht für den Ausbau einer eigenen maltesischsprachigen Literatur in einer Gesellschaft, deren gebildetes Umfeld lange auch vom Italienischen geprägt war.

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Caravaggio und Mattia Preti in St John’s

Michelangelo Merisi, genannt Caravaggio, hielt sich zwischen 1607 und 1608 auf Malta auf. Während dieses Aufenthalts entstand auch sein Gemälde Knight of Malta. In St John’s Co-Cathedral befindet sich im Oratorium zudem seine Enthauptung Johannes des Täufers, die 2026 bei einer Veranstaltung der Malta Biennale als Kulisse diente.

Mattia Preti stammte aus Taverna in Kalabrien. Er zog 1661 nach Malta und blieb bis zu seinem Tod 1699. Für St John’s Co-Cathedral erhielt er mehrere Aufträge; besonders prägend ist die Ausmalung der Decke. Die Kunst, Kapellen und Caravaggio sind an diesem Ort ebenso verankert wie Pretis Malereien; die Architektur- und Ordensgeschichte der Co-Cathedral ergänzt diesen Kunstbezug um die Baugeschichte der Kirche.