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Archäologisches Museum

Das National Museum of Archaeology in Valletta verbindet die frühe Geschichte der maltesischen Inseln mit der Geschichte eines Ordenshauses. Die Sammlung reicht von der Jungsteinzeit bis zur frühen phönizischen Zeit. Werkzeuge, Gefäße, Figuren und Grabbeigaben zeigen, wie sich Alltagsleben, religiöse Vorstellungen und Kontakte im Mittelmeer über Jahrtausende veränderten.

Die Auberge de Provence in Republic Street

Das Museum ist in der Auberge de Provence untergebracht, die 1571 als Wohnsitz der provenzalischen Zunge des Johanniterordens errichtet wurde. Das Haus gilt als besonders reich geschmücktes Barockgebäude in Valletta. Der Gran Salon im Obergeschoss ist ein außergewöhnlich großer bemalter Saal; seine Ausmalung stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert.

Die Lage an der Republic Street verbindet das Museum mit dem dicht bebauten historischen Zentrum. In der Geschichte Vallettas ist die Auberge Teil des Gefüges von Ordenshäusern und öffentlichen Gebäuden.

Neolithische Werkzeuge und Figuren

Die Sammlungsstücke reichen in die maltesische Jungsteinzeit von etwa 5900 bis 2500 vor Christus zurück. Im Erdgeschoss stehen frühe Werkzeuge und Gefäße, mit denen Menschen ihren Alltag bewältigten. Tier- und Menschenfiguren geben zugleich Hinweise auf handwerkliche Fähigkeiten und Vorstellungen jener Gemeinschaften. Zu den herausragenden Stücken zählen die „Sleeping Lady“ und die „Venus von Malta“ sowie eine kolossale Statue aus dem prähistorischen Komplex von Ħal Tarxien. Diese Objekte stammen aus bekannten archäologischen Fundplätzen und veranschaulichen unterschiedliche Formen menschlicher Darstellung.

Die Funde lassen sich mit den Orten verbinden, an denen sie entdeckt wurden. Der Überblick zu den Tempeln auf Malta führt zu den megalithischen Anlagen und erklärt den archäologischen Rahmen, aus dem Statuen und andere Stücke in die Museumssammlung gelangten. Im Museum lassen sich die Formen und Materialien der Fundstätten in ihrer Herkunft vergleichen.

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Bronzezeit und frühe phönizische Kontakte

Der obere Ausstellungsbereich widmet sich der Bronzezeit und der phönizischen Periode. Die Objekte reichen von kleinen Ritualgefäßen über Urnen bis zu Amphoren. Phönizisches Glas und Gold vermitteln einen Eindruck von materieller Kultur und Fernbeziehungen; ein großer Sarkophag aus Terrakotta hebt sich durch Maßstab und Form deutlich davon ab. Eine besonders wichtige Inschrift trägt der Cippus von Malta. Er spielte eine Rolle bei der Entzifferung des phönizischen Alphabets und wird zusammen mit einer Kopie des Cippus im Louvre gezeigt.

Für historische Zusammenhänge jenseits einzelner Fundstücke bietet die Seite zur Geschichte Maltas zusätzliche Einordnung; weitere Sammlungen sind unter Museen auf Malta zusammengefasst.