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Geschichte Maltas

Maltas Lage zwischen Europa und Nordafrika machte die Inseln über Jahrtausende zu einem Knotenpunkt für Handel, Seefahrt und militärische Kontrolle. Tempel, römische Spuren, mittelalterliche Städte, Ordensfestungen und britische Bauten liegen deshalb auf engem Raum nebeneinander.

Malta aus historischer Perspektive Historische Befestigungen und dicht bebaute Stadtlandschaft von Valletta am Grand Harbour. Foto: Olga Prystai / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
  • Die ältesten Monumentalbauten stammen aus dem 4. Jahrtausend vor Christus.
  • Phönizier, Karthager und Römer nutzten Malta als Stützpunkt im Mittelmeer.
  • Ab 1530 herrschte der Johanniterorden über Malta.
  • Nach der Großen Belagerung von 1565 entstand Valletta als neue befestigte Hauptstadt.
  • 1800 begann die britische Herrschaft, die bis 1964 dauerte.
  • Malta wurde 1964 unabhängig und 1974 Republik.
  • Seit 2004 gehört Malta zur Europäischen Union.

Vorgeschichte und Tempelkultur

Die Besiedlung begann in der Jungsteinzeit. Zwischen etwa 3600 und 2500 vor Christus entstanden die Megalith-Tempel Maltas. Anlagen wie Ġgantija und Mnajdra gehören heute zum UNESCO-Welterbe.

Phönizier, Römer und frühes Christentum

Phönizische Händler banden Malta in mediterrane Netzwerke ein. Später folgten Karthager und Römer. Römische Spuren sind besonders in Rabat sichtbar. Die traditionelle Verbindung des Apostels Paulus mit Malta prägt die christliche Erinnerung, muss aber zwischen biblischer Überlieferung und späteren lokalen Traditionen unterschieden werden.

Mittelalter und Johanniterorden

Nach byzantinischen und arabischen Herrschaftsphasen gehörte Malta zum normannisch-sizilischen Machtbereich. 1530 übergab Kaiser Karl V. die Inseln dem Johanniterorden. Die Große Belagerung von 1565 wurde zum Wendepunkt. Danach ließ der Orden Valletta ausbauen. Die Festungen und Bastionen zeigen bis heute die militärische Bedeutung des Archipels.

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Französische und britische Zeit

Napoleons Truppen beendeten 1798 die Ordensherrschaft. Nach einem Aufstand und britischer Unterstützung begann 1800 die britische Verwaltung. Malta entwickelte sich zu einem bedeutenden Marine- und Flottenstützpunkt. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Archipel schwer bombardiert; das George Cross im Staatswappen erinnert an die Auszeichnung der Bevölkerung.

Unabhängigkeit, Republik und Europa

Malta erlangte 1964 die Unabhängigkeit, wurde 1974 Republik und beendete 1979 die dauerhafte Stationierung britischer Streitkräfte. Der EU-Beitritt 2004 und die Einführung des Euro 2008 verankerten den Staat enger in Europa. Weitere Zusammenhänge erklären Maltas Lage und der Grand Harbour.