Karmeliterkirche in Valletta: Basilika mit markanter Kuppel
Die Basilica of Our Lady of Mount Carmel prägt mit ihrer ovalen Kuppel Vallettas Stadtsilhouette. Vom Marsamxett Harbour ist sie weithin sichtbar; in den engen Straßen der Altstadt wirkt die Fassade zurückhaltender. Die Basilika verbindet einen markanten modernen Bau mit einer langen Geschichte des Karmeliterordens in Valletta.
Die große Kuppel der Karmeliterbasilika erhebt sich über den hellen Kalksteinfassaden von Valletta.
Foto: Anton Zelenov / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Die Karmeliter in Valletta
Im Juli 1570 erwarben die Karmeliter ein Grundstück in der neuen Stadt Valletta. Girolamo Cassar erhielt den Auftrag für die Kirche. Die Kirche entwickelte sich zu einem Pilgerzentrum. Papst Leo XIII. erhob sie 1880 zum Sanktuarium und 1895 zur Basilica minor. Das Marienbildnis wurde 1881 gesegnet und gekrönt; es ist Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel gewidmet.
Neubau nach dem Luftangriff von 1942
Cassars ältere Kirche wurde bei einem Luftangriff im März 1942 beschädigt. Daraufhin fiel die Entscheidung für einen Neubau nach den großzügigeren Entwürfen von Gużè D’Amato. Der Grundstein wurde 1958 gelegt. Die große Kuppel war 1979 fertiggestellt. Der Kirchenbau wurde 2018 mit der Verlegung des Marmorbodens vollendet und am 5. April durch Erzbischof Charles J. Scicluna geweiht.
Kuppel und Kunst im Innenraum
Die ovale Kuppel ist 42 Meter hoch und etwas höher als der Turm der direkt benachbarten anglikanischen St Paul’s Pro-Cathedral. Im Inneren steht das Gemälde Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel aus dem frühen 17. Jahrhundert im Mittelpunkt. Joseph Damato gestaltete den Innenraum über 19 Jahre; das Gebäude ist im National Inventory of the Cultural Property of the Maltese Islands verzeichnet.
Kirche und Stadtbild
Die Basilika liegt nahe der Old Theatre Street. Valletta befindet sich auf der Sciberras-Halbinsel zwischen Marsamxett und Grand Harbour. Von den Upper Barrakka Gardens reicht der Blick über den Hafen und die Bastionen.
Religiöse Nutzung
Die Basilika ist ein aktiver Ort für Gebet und Gottesdienst. Während liturgischer Feiern hat die Nutzung durch die Gemeinde Vorrang; angemessene Kleidung und Rücksicht auf die Feier gehören zu einem respektvollen Besuch.