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Der Dom zu Mosta

Die Rotunde von Mosta, auch Mosta Basilica oder Mosta Dome genannt, prägt das Ortsbild mit ihrer großen freitragenden Kuppel. Die Pfarrkirche ist der Aufnahme Mariens in den Himmel gewidmet und wurde nach Plänen des Architekten Giorgio Grognet de Vassé errichtet. Ihr Bau begann 1833; die Gemeinde ließ das neue Gotteshaus um die ältere Kirche herum entstehen, damit die bisherige Pfarrkirche während der Arbeiten weiter genutzt werden konnte.

Architektur und Baugeschichte

Die Rotunde folgt dem kreisförmigen Grundgedanken des römischen Pantheons. Ihre Kuppel hat nach Angaben des Pfarrportals einen Durchmesser von rund 37 Metern. Die Pfarrkirche aus dem frühen 17. Jahrhundert war für die wachsende Gemeinde zu klein geworden. Die Mosta Rotunda Foundation führt 1833 bis 1860 als Bauzeit an.

Im Inneren prägen die offene Rundform, die Kuppel und der Altarraum den Blick. Die Kirche steht im Zentrum von Mosta, einem Ort mit eigener Pfarr- und Ortsgeschichte. Als Pfarrkirche gehört die Rotunde zur religiösen Landschaft Maltas.

Der Hauptaltar zeigt die Aufnahme Mariens, das zentrale Thema der Basilika. Das Gemälde wird Stefano Erardi zugeschrieben und entstand um 1679. Eine Restaurierung bestätigte diese Zuschreibung; sie legte Erardis Malerei unter vergilbtem Firnis, Schmutz und späteren Übermalungen wieder frei. Die Restauratoren beschreiben den Aufbau als pyramidal angelegte Komposition, die den irdischen und den himmlischen Bereich in zwei Bildregister gliedert. Auch die Seitenbilder erzählen von der Geschichte der Pfarrkirche: Ein Gemälde mit den Heiligen Sebastian, Rochus und Rosalia befand sich bereits in der älteren Kirche; weitere Werke entstanden im 19. Jahrhundert für die Rotunde. Giuseppe Bonnicis Darstellung der Vermählung Mariens und Josefs stammt aus dem Jahr 1859, Salvatore Barbaras Bild vom Tod des heiligen Josef aus 1861. Die Rotunde gehört zu den markanten sakralen Sehenswürdigkeiten auf Malta.

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Die Rotunde im Zweiten Weltkrieg

Am 9. April 1942 durchschlug während eines Gottesdienstes eine Bombe die Kuppel und fiel in die Kirche, explodierte aber nicht. Niemand kam dabei ums Leben. Die Pfarrgemeinde erinnert an dieses Ereignis als „Wunder von Mosta“; eine Nachbildung der Bombe gehört zur lokalen Erinnerung an den Luftkrieg.